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Unlucky Love? 5 Tipps für mehr Selbstakzeptanz

Singles hatten es schon vor Corona nicht wirklich leicht, echtes Beziehungs-Material kennen zu lernen. Die Pandemie hat das allerdings fast zum Ding der Unmöglichkeit gemacht. Doch nicht immer sind nur die äußeren Umstände daran Schuld, ob es mit eine:m potentiellen Partner:IN klappt oder nicht. Beziehungs-Coach Simone Janinga weiß, dass auch fehlende Selbstakzeptanz dazu führen kann, zum Dauer-Single zu werden. Was du dagegen tun kannst? Das hat sie uns hier verraten.


Wir haben 5 Tipps, wie du es schaffst, dich selbst zu akzeptieren // Foto: Ava Sol / Unsplash

Gastbeitrag von Simone Janiga


Viele Frauen und weiblich gelesene Menschen bekommen durch den immensen Druck der Schönheitsindustrie Komplexe mit sich selbst und ihrem Körper. Bilder von schlanken Models im Fernsehen, in Zeitschriften oder den Sozialen Medien prägen sich in unser Unterbewusstsein ein und bewirken, dass wir uns nicht mehr akzeptieren und lieben können.


Negative Glaubenssätze und damit eine verringerte Selbstakzeptanz haben wir doch alle schon mal im Kopf gehabt


Negative Glaubenssätze wie: „Ich bin nicht schlank genug“, „Ich bin nicht schön genug“, „Ich bin nicht besonders“ und „Bei einem Vergleich verliere ich“, sind ein paar Beispielsätze von vielen, die sich manifestieren können und das Liebesleben erschweren. Negative Glaubenssätze, die im Unterbewusstsein manifestiert wurden, führen zu negativen Gefühlen und Erfahrungen. Als Beispiel kann der Satz „Ich bin nicht schlank genug“ dazu führen, dass wir uns vor einem Date übermäßig lang überlegen, was wir anziehen könnten. Wir gehen mit einem Unwohlsein zum Date und werden dieses Gefühl im Laufe des Abends nur schwer ablegen können. Wie das bei unserem Gegenüber ankommt? Na so als würden wir uns nicht wohl fühlen. Ob die Frage nach einem zweiten Date kommt? Mmhhhh, wohl eher nicht...


Fehlende Selbstakzeptanz steht uns im Weg


Durch fehlende Selbstakzeptanz vergleichen wir uns ständig, sehen nur noch unsere Problemzonen und geraten in einen Teufelskreis der Unzufriedenheit. Es geht sogar so weit, dass sich viele für ihren Körper schämen und Probleme haben, sich nackt zu zeigen oder sich im Spiegel zu betrachten. Sogar in Beziehungen können durch diese negativen Glaubenssätze Eifersuchtsgefühle entstehen oder wir bleiben in unglücklichen Partnerschaften hängen, weil wir denken, dass wir sowieso nicht gut genug sind, jemand anderen zu finden.


Das Unwohlsein im eigenen Körper wird durch die Medien geprägt und beginnt häufig bereits im Jugendalter. So hat die Deutsche Gesellschaft für Essstörungen erschreckender Weise gezeigt, dass bereits im Alter von zwölf Jahren ca. 18 % der Mädchen und ca. 5 % der Jungen schon einmal eine Diät gemacht haben. Zudem wollen neun von zehn Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren etwas an ihrem Äußeren verändern. Body Positivity oder Body Neutrality sieht leider anders aus.


Es ist Zeit, dass wir mehr Selbstakzeptanz entwickeln, unsere Einzigartigkeit erkennen und uns frei machen von Schönheitsidealen, denn Schönheit beginnt schließlich im Inneren. Aber was bedeutet das überhaupt?



Schönheit beginnt im Inneren


Es gibt Menschen, die betreten einen Raum und fangen an zu strahlen. Schaut man sich diese Personen genauer an, haben auch sie „Makel“ und entsprechen nicht immer den Schönheitsidealen. Es ist gar nicht notwendig schlank zu sein, Wimpern zu haben, die gefühlt bis zur Stirn reichen oder mit Haare gesegnet zu sein, die schöner glänzen als jedes Goldstück. Es ist vielmehr die Ausstrahlung, die einen Menschen wirklich attraktiv macht. So simpel, so wahr.


So sollten wir den Fokus vielmehr auf unser inneres Glück lenken, um auch im Außen so zu wirken, als seien wir offen für eine Beziehung. Deshalb habe ich fünf Tipps zusammengestellt, mit denen du es schaffst, endlich mehr Selbstakzeptanz zu erreichen und auch von Innen zu strahlen.


5 Tipps für mehr Selbstakzeptanz


1. Tipp

Schluss, Aus, Ende mit Social Media-Profilen von Frauen, die ein falsches Bild von Schönheit vermitteln! Bereinige deine Profile und folge nur noch Personen, die dich inspirieren und keine retuschierten Bilder zeigen. Dein Unterbewusstsein muss wieder mit Fotos gefüttert werden, die der Wahrheit entsprechen und dich nicht in deinem negativen Denken bestärken.


2. Tipp

Beginne deine Stärken und deine Einzigartigkeit zu sehen! Dich gibt es nur einmal auf der Welt. Sieh diese Einzigartigkeit und fang an, den Fokus auf deine Eigenschaften und Stärken zu lenken, die dich auszeichnen. Du bist mehr als dein Körper! Dafür kannst du ein weißes Blatt nehmen und überlegen, wie dich Menschen aus deinem Leben beschreiben würden, dein Grundschullehrer zum Beispiel oder dein:e erste:r Chef:IN? Nach und nach wird sich das Blatt mit deinen Stärken und positiven Eigenschaften füllen, die du immer wieder lesen kannst, wenn mal wieder ein Moment kommt, in dem du dich selbst nicht magst.


3. Tipp

Schließe Frieden mit deinem Körper! Schenke ihm Akzeptanz und Aufmerksamkeit. Fang auch an, die Stellen an deinem Körper zu akzeptieren, die du lange als „Problemzone“ betitelt hast. Überlege, was schon allein, das Wort „Problemzone“ aussagt. Dein Körper ist ein Wunderwerk und sorgt jeden Tag dafür, dass du leben, lieben und lachen kannst. Was hast du deinem Körper alles zu verdanken? Sich dies bewusst zu machen, stimmt milde und sorgt dafür, dass wir unseren Körper nicht länger ablehnen, sondern so annehmen, wie er ist.


4. Tipp

Beginne zu meditieren. Es hebt unsere Stimmung, hilft uns dabei, klarer zu denken und verbessert den Umgang mit unseren Gefühlen. Außerdem verstärkt es unsere positiven Persönlichkeitseigenschaften und erhöht unsere Konzentrationsfähigkeit. Damit findest du mehr zu deiner inneren Mitte und fühlst dich wohler. Schon fünf Minuten täglich reichen für den Anfang. Und die hat doch jeder übrig, oder?


5. Tipp

Arbeite daran, deine negativen Glaubenssätze zu verlieren, damit sich dein Leben positiv verändern kann! Dafür kannst du z.B neue Podcasts hören, Hörbücher runterladen oder Bücher lesen, die deine Selbstakzeptanz ankurbeln. Auch solltest du daran arbeiten, wie du mit dir sprichst. Wenn du immer nur negative Wörter wählst, kann sich nichts ändern. Viel besser:

ICH BIN GENUG. ICH BIN EINZIGARTIG. ICH BIN SO VIEL MEHR ALS MEIN KÖRPER. ICH BIN ICH. UND DAFÜR BIN ICH DANKBAR


Schreib dir das auf ein Post-it und häng es an den Kühlschrank. Oder schreib es mit Lippenstift auf deinen Spiegel. Hauptsache, du wirst immer wieder daran erinnert, bis du es verinnerlicht hast.



Liebe Simone, vielen Dank für deine tollen Tipps für mehr Selbstakzeptanz!

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