• Katja Brömer

Adopt, don't shop! So rettet ProDogRomania Straßenhunde aus Rumänien

Aktualisiert: Sept 21

Tausende Straßenhunde leben in Rumänien unter den furchtbarsten Bedingungen. Viele Hunde werden, wenn sie für ihre Besitzer lästig werden, einfach auf der Straße ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen. Anna Langhammer aus Duisburg setzt sich mit ihrem Verein ProDogRomania e.V. nicht nur dafür ein, dass Straßenhunde nach Deutschland geholt und dass ihnen hier ein schönes Zuhause geboten wird, sie engagiert sich auch dafür, dass die Hunde in Rumänien ein einigermaßen schönes Leben führen können und nicht hungern müssen. Wir haben mit Anna über Ihre Arbeit und die Situation vor Ort gesprochen, von ihr erfahren, warum es keine gute Idee ist, Zuchthunde zu kaufen und was sich endlich ändern muss, um die Situation von Straßenhunden in Rumänien zu verbessern.


Interview mit Anna von ProDogRomania über Straßenhunde aus Rumänien

ProDog Romania schwarzer Hundewelpe
Auch Welpen warten in Rumänien auf ein neues Zuhause // Foto: ProDogRomania

femininINNEN: Wie bist du dazu gekommen, im Auslandstierschutz zu arbeiten?

Anna: "Ich wollte schon immer einen Hund haben, am liebsten einen Golden Retriever Welpen. Als Teenager ging meine Mutter mit mir nicht zu einem Züchter, sondern zu einem kleinen Tierschutzhof bei uns um die Ecke. Dort habe ich dann meinen ersten Hund adoptiert. Er kam aus Griechenland und war ein Schäferhund-Dobermann-Mix, eigentlich die volle Katastrophe. Aber mit viel Arbeit haben wir es ganz gut mit ihm hinbekommen. Ab da hat mein Interesse für den Auslandstierschutz begonnen und ich habe versucht, alles darüber zu erfahren, dabei immer an meiner Seite: meine Mutter. Relativ schnell haben wir noch weitere Hunde aus dem Ausland aber auch aus deutschen Tierheimen adoptiert. Irgendwann bin ich dann auf eine Tierschutzorganisation gestoßen, die in Griechenland aktiv war. Sofort war mir klar: Ich möchte dahin und mir die Arbeit vor Ort anschauen."


Anna bei einem der Transporte von Rumänien nach Deutschland // Foto: ProDogRomania

Und warum gerade Rumänien?

"Mit 15 bin ich alleine nach Griechenland zur Tierschutzorganisation geflogen und habe vor Ort regelmäßig meine Schulferien verbracht, mitgeholfen und sehr viel gelernt. Während des Studiums bin ich über eine Facebookgruppe gestolpert, deren Bilder mich nicht mehr losgelassen haben. Es war eine Tierschutzseite aus Rumänien, die aufzeigte, dass es in Rumänien noch mal ganz anders zugeht als in Griechenland, wo der Tourismus die Situation beeinflusst. Über Rumänien wird ziemlich wenig berichtet. Ich habe dann einfach eine Nachricht geschrieben und gefragt, ob ich nicht vom PC aus helfen kann die Seite zu pflegen. Für mich war bis zu diesem Zeitpunkt immer klar: ich möchte keinen Verein gründen. Ich möchte als Privatperson helfen, so wie es für mich eben möglich ist. Jedoch als ich dann mit sechs weiteren Tierschützer*INNEN im Jahr 2013 das erste Mal zu Mishu nach Baile Herculane gereist bin (Mishu ist ein rumänischer Tierschützer, der auf eigene Faust zu dieser Zeit Hunde von der Straße gerettet und sie provisorisch untergebracht hat, d. Red.) hat mich die Situation, die wir vor Ort vorgefunden haben, sehr erschüttert und bis heute lassen mich die Bilder nicht los."


Oben: Mishus provisorische Unterbringung der Straßenhunde in einem ehemaligen Schweinestall im Jahre 2013

Unten: Der ehemalige Schweinestall ist kaum wiederzuerkennen: Mishus Tierheim "Baile Herculane" heute // Fotos: ProDogRomania


Was genau ist in Rumänien vor Ort los?

"Mishu hatte die Hunde, die er von der Straße retten konnte, in einem Schweinestall untergebracht. Ihr könnt es euch als große, dreckige Halle vorstellen, in der um die 40 Hunde untergebracht waren, die sich gegenseitig ständig an den Kragen gegangen sind. Wir haben in einer Woche versucht, die Schweinestall-Situation in den Griff zu bekommen und zu retten was zu retten war. Nachdem wir wieder zurück in Deutschland waren, mussten wir feststellen, dass solche Aktionen eigentlich überhaupt nicht nachhaltig sind und Mishu nach zwei Wochen vermutlich wieder am selben Punkt stand, wie vor unserer Ankunft. Nach vielen Überlegungen war mir klar, dass so etwas ohne eine Vereinsgrundlage einfach nicht funktionieren kann, somit war das die Geburtsstunde für ProDogRomania."


Der Rumänische Tierschützer Mishu mit einem seiner Schützlinge // Foto: ProDogRomania

Wie sieht denn dein Alltag aus? Du hast ja neben ProDogRomania noch einen „normalen“ Job.

"Ja genau, ich bin Lehrerin an der Oberstufe und mache ProDogRomania nebenbei. Man kann sagen, meine Zeit ist sehr begrenzt und an manchen Tagen trudeln vom Verein auf einmal einige Probleme ein, auf die ich dann sofort reagieren muss. Alle 14 Tage finden unsere Transporte von Rumänien nach Deutschland statt, die vorab auch alle genauestens organisiert werden müssen. Man kann schon sagen, mein Tag ist durch Schule und PDR relativ eng getaktet. Zu meinem normalen Job in der Schule ist es ein guter Ausgleich für mich. Und wenn ich dann wieder in Rumänien war, merke ich, wie dankbar man zurück nach Deutschland kommt, dankbar für das privilegierte Leben, das man hier führen darf. "


Wie können wir uns eure Tierheime in Rumänien vorstellen und wie landet ein Hund in einem dieser Tierheime?

"Auf der einen Seite haben wir das privat geführte Tierheim von Mishu in Baile Herculane, das wir selbst gebaut haben. Dort sind ca. 400 Hunde in kleinen Rudeln in Zwingern untergebracht. Die unverträglichen Hunde müssen einzeln untergebracht werden, was leider sehr tragisch ist. Dann haben wir einen Bereich für die Welpen und auch einen Quarantäne-Bereich , wo die besonderen Notfälle oder kranken Hunde untergebracht sind. In unserem privaten Tierheim ist es so, dass keine Hunde von Hundefängern gebracht werden, sondern entweder Mishu die Hunde draußen findet oder Privatleute die Tiere abgeben. Oft wird Mishu auch von der Stadt angerufen, wenn Hunde gesichtet wurden und er fährt dann raus und holt die Hunde ab. Im Tierheim Bucov sieht die Lage etwas anders aus, dort betreuen wir ca. 3.500 Hunde in über 300 Kennels. Dies ist ein städtisches Tierheim, das mit Hundefängern zusammenarbeitet, die jeden Tag rausfahren und Hunde einfangen, da es im Stadtbild nicht geduldet ist, dass die Hunde dort unterwegs sind. Wenn ein neuer Hund im Tierheim ankommt, landet er erst einmal in einem der sogenannten Auffang-Kennels. Hier wird jeder Hund vorab kastriert und geimpft, bevor er in einen der Zwinger kommt. Jeder Hund bekommt außerdem eine Ohrenmarke, um bei der Masse an Tieren nicht den Überblick zu verlieren. Damit können auch die kastrierten Hunde gekennzeichnet werden. Natürlich werden auch in Bucov Tiere von Privatleuten abgegeben, so kommen an einigen Tagen bis zu 30 neue Hunde dazu. Unser Ziel ist es, dass kein Hund länger als ein Jahr im Tierheim bleiben muss, aber nicht immer schaffen wir es, wir haben einige Langzeitinsassen die teilweise bis zu vier Jahre in einem der Tierheime verbringen."


Das Tierheim Bucov in der nähe von Bukarest mit über 3.500 Hunden // Fotos: ProDogRomania


Was müsste passieren, dass sich die Lage der Straßehunde in einem Land wie Rumänien nachhaltig verbessert?

"Wir haben nach wie vor das Problem, dass es Tötungsstationen in Rumänien gibt. Das heißt, dass die Hunde nach einer gewissen Zeit (meistens sind es 14 Tage) euthanasiert werden, wenn sie vorher nicht rausgeholt werden. Es gibt nach wie vor Organisationen, auch aus Deutschland, die diese Hunde für einen hohen Betrag frei kaufen. Oft sieht man auf Facebook die Posts „Hund XY steht auf Tötungsliste, wir brauchen schnell einen Platz“, das finde ich eher schwierig. Wir haben uns dazu entschlossen, mit niemandem zusammen zu arbeiten, der nach einer gewissen Zeit Hunde tötet. Das ist ein unfassbares Druckmittel und nicht die Art, wie wir Tierschutz betreiben möchten. Auch nur auf Mitleid zu bauen, Tiere nach Deutschland zu holen, vor Ort aber keine Maßnahmen zu treffen, ist meiner Meinung nach nicht nachhaltig. Es ist aber nach wie vor sehr mühsam, mit Politikern und Organisationen vor Ort zu sprechen, da wir oft auf Unverständnis stoßen."


Wie schaffst du es, die teilweise heftigen Bilder zu verarbeiten?

"Ich weiß mittlerweile, was mich erwartet und ich muss sagen, ich habe sehr viel gesehen und auch schreckliche Ereignisse vor Ort gemeistert. Ich kann es völlig verstehen, wenn Menschen sagen 'ich schaffe es mental nicht' und finde es auch gut, da ehrlich zu sich selbst zu sein. So eine realistische Einschätzung ist mir lieber als Menschen vor Ort zu haben, die gefühlt sieben Tage neben sich stehen. Für eine emotionale Betreuung haben wir während unserer Arbeit in Rumänien leider keine Zeit, da hier die Hunde und die Notfälle im Vordergrund stehen. Ich persönlich kann die Umstände mittlerweile ganz gut verkraften, weil wir Lösungen für alle Probleme finden können. Wenn ich vor Ort Hunde sehe, die absolute Notfälle sind, weiß ich, dass ich für diese Hunde in den nächsten 14-30 Tagen eine Pflegestelle finden kann, einfach weil ich den Verein als Background habe und nicht ohne Mittel dastehe. Das ist das, was mich trägt. Wir haben die finanziellen Mittel, dass kein Hund vor Ort verhungern muss. Wir haben engagierte Tierärzt*INNEN die uns helfen, sowie tolle Kliniken, mit denen wir zusammenarbeiten. Ich kann etwas bewirken und das ist es, was die ganze Situation für mich erträglicher macht."


Habt ihr festangestellte Pfleger*INNEN im Tierheim?

"In Mishus Tierheim haben wir zwei Pfleger, einen Schreiner und eine TierärztIN, die bei uns festangestellt sind. Der Sohn von Mishu ist unser Tierheimleiter, er erfasst die Hunde und versorgt uns während der Corona-Pandemie mit Fotos der Hunde. Mishu kümmert sich um alles Administrative, besorgt Materialen für Reparaturen und Bauten im Tierheim, kümmert sich mit uns um die Transporte und schaut einfach, dass das Alltagsgeschäft läuft. Im Tierheim Bucov hingegen bezahlt die Stadt die Hundefänger*INNEN und die Pfleger*INNEN im Tierheim. Hier ist die Hauptaufgabe, Futter und Wasser zu verteilen und ab und an sauber zu machen. Leider kann bei 3.500 Hunden nicht täglich jeder Kennel gesäubert werden, daher ist es teilweise relativ dreckig. Wir zahlen mit unserem Verein in Bucov die komplette tiermedizinische Versorgung."


Links: Einer der angestellten Tierärzte während einer Kastration

Rechts: Ein Welpe in einem der Auffang-Kennels // Fotos: ProDogRomania


Wie können wir uns so einen Transport von Rumänien nach Deutschland vorstellen? Fährt jemand vom Verein mit und wie ist die aktuelle Lage während der Corona-Krise?

"Wir haben drei rumänische Fahrer, die eine spezielle Erlaubnis haben, Hunde zu transportieren. Diese Fahrer werden von uns bezahlt. Da Hunde vor dem Gesetz als Waren gesehen werden, dürfen wir auch während der Corona-Krise transportieren. Wir haben immer drei Routen: Richtung Norden, Westen und in den Süden, das klappt mittlerweile alles sehr reibungslos. Ich persönlich betreue den Haltepunkt in Duisburg und die Pflegestellen, Endstellen und Tierschutzvereine kommen dann zu diesen Haltepunkten und holen die jeweiligen Hunde ab. Direkt am Haltepunkt bekommen die Hunde ihre Sicherheitsgeschirre (wichtig, da die meisten Hunde nichts kennen und viele zu Beginn ausbrechen würden, d. Red.) angelegt und los gehts ins neue Leben."


Nimmst du selbst denn noch regelmäßig Pflegehunde bei dir zu Hause auf?

"Das würde bei mir privat definitiv den Rahmen sprengen, da ich als LehrerIN – außer in den Ferien – jeden Tag außer Haus bin. Meine Mutter hingegen hat einen kleinen Tierschutzhof, wo wir regelmäßig Hunde und vor allem auch ältere Hunde aus Rumänien aufnehmen."


Wer kümmert sich um die Website und die Fotos der Hunde für die Vermittlung?

"Wir reisen regelmäßig nach Rumänien um Fotos zu machen und die Tiere zu erfassen. Während Corona ist das nur leider ein Problem, da die Kolleg*INNEN vor Ort sich neben der Versorgung nun auch um die Erfassung der Hunde kümmern müssen. Dies ist jedoch ein ziemlich wichtiger Job, denn jeder Hund, der kein Foto hat und nicht in die Galerie kommt, wird nicht gesehen und kann somit auch kein neues Zuhause finden. Am liebsten sind wir natürlich vor Ort und lernen die Hunde selbst kennen, jedoch mussten wir uns da auch an die Corona-Bedingungen anpassen und es funktioniert auch so. Bei der Website-Pflege haben wir ein festes Team, das die Bilder und Texte der Hunde einpflegt. Den administrativen Teil der Website übernimmt mittlerweile jemand Externes, wir haben einfach gemerkt, dass auch wir Aufgaben abgeben müssen um einfach mehr Zeit für die Arbeit mit den Hunden zu haben."


Wenn ich noch keine Hundeerfahrung mitbringe, kann ich trotzdem einen Straßenhund adoptieren? Wie findet ihr den passenden Hund für Menschen ohne Erfahrung?

"Menschen, die noch nie einen Hund hatten, bekommen von uns keinen Hund direkt aus Rumänien. Wir würden immer an eine unserer Pflegestellen verweisen, die mittlerweile in fast ganz Deutschland vertreten sind. Das hat den Vorteil, dass du den Hund wirklich kennen lernen kannst und die Pflegestelle dir schon einiges über diesen Hund erzählen kann, was wir bei den Hunden vor Ort leider nicht können. Wir können über unsere Hunde in Rumänien lediglich ein paar Eckdaten geben und wissen nicht, wie er sich dann letztendlich im Alltag verhalten wird, das kann dann bei unerfahrenen Menschen leider nach hinten los gehen. Das gleiche gilt für Haushalte mit Katzen oder kleinen Kindern unter acht Jahren. Sowas können wir leider nicht verantworten, denn wir wollen sogenannte „Rückläufer“ vermeiden, das gehört meiner Meinung nach auch zu nachhaltigem Tierschutz dazu."


Was ist ist das Tolle an einem Tierschutzhund? Was würdest du Menschen sagen, die erwägen zu einem Züchter zu gehen.

"Viele kommen mit dem Argument, dass sie einen Welpen aufnehmen möchten, da sie ihn dann von Anfang an richtig erziehen können. Dazu kann ich nur sagen, dass man auch bei einem Rassewelpen nicht einschätzen kann, wie sich dieser entwickeln wird. So etwas kann auch kein*e Züchter*IN genau vorhersagen. Der Vorteil, einen erwachsenen Hund zu adoptieren besteht einfach darin, dass er schon „fertig“ ist und man genau sagen kann, wie er tickt. Und natürlich kann ich auch einem erwachsenen Hund noch jede Menge beibringen."


Welpen gibt es nicht nur beim Züchter, sondern auch im Auslandstierschutz // Foto: ProDogRomania

Auch im Internet werden Hunde angeboten. Was sagst du dazu?

"Ich verfolge aktuell das Thema Rassehund intensiver und durchschnittlich kann man sagen, dass ein Rassehund in der Corona-Zeit zu 50 % teurer geworden ist. Der absolute Trend-Hund im Moment: die französische Bulldogge. Wenn man von einem eingetragenen Züchter kauft fangen hier die Preise bei 2.000 € (!) an. Auch illegale Welpenhändler nutzen diesen Trend für sich und halten Muttertiere in Verschlägen, die Welpen "produzieren" müssen. Das ist ein eigener Wirtschaftszweig. Es geht hier rein ums Geld."


Meist sind speziell Rassen betroffen, die unter das Schlagwort "Qualzucht" fallen.

"Hunde wie die franz. Bulldogge sind einfach völlig kaputt gezüchtet, leiden an Atemnot, Gelenkproblemen, Allergien usw. (schaut euch hierzu auch unseren Artikel zum Thema „Qualzucht“ an). Zu dem höre ich oft das Argument, dass mensch einen Hund bei einem Züchter über mehrere Wochen hinweg kennen lernen kann. Das ist 1:1 bei einem Hund auf einer Pflegestelle möglich. Natürlich, wenn ich eine besondere Anforderung an den Hund stelle, z.B. als Jäger, macht es vielleicht Sinn, zu einem Züchter zu gehen. Ansonsten sitzen natürlich in den Tierheimen auch genügend Jagdhunde bzw. Rassehunde, die dankbar für solch einen Job wären."


Ich möchte selbst ProDogRomania unterstützen, wo braucht ihr noch Hilfe? Kann man euch vor Ort in Rumänien helfen?

"Es gibt die Möglichkeit, zusammen mit einer Gruppe nach Rumänien zu reisen und zu helfen. Es macht Sinn, sich Menschen anzuschließen, die schon einmal vor Ort waren. Die rumänischen Kolleg*INNEN haben leider keine Zeit, einzelne Personen einzuweisen, daher ist eine Reise in der Gruppe sinnvoll, da hier konkrete Aufgaben verteilt werden. Grundsätzlich würde ich Mishus Tierheim in Baile Herculane für eine erste Reise empfehlen, da wir es hier nur mit 400 anstatt 3.500 Hunden zutun haben und dies ein guter Einstieg ist. Bei Interesse gerne eine Mail an uns senden und wir schauen, wann die nächste Reise möglich wäre."


femininIN Katja ist seit einigen Jahren ebenfalls im Auslandstierschutz aktiv und hat neben ihrem eigenen Hund Max aus Teneriffa vor kurzem ihren ersten Pflegehund aus dem Tierheim Bucov von ProDogRomania aufgenommen. Der liebe Emio (rechts) ist mittlerweile glücklich vermittelt!


Was ist deine Mission für ProDogRomania?

"Ich wünsche mir, dass eine Tierheimkultur entsteht, wie wir sie auch hier in Deutschland haben. Dass ein Tierheim ein Ort ist, wo ich meinen besten Freund finden kann und dass man auch in Rumänien nicht zum (Qual-) Züchter oder in eine Zoohandlung gehen muss, um einen tollen Hund zu finden. Wir sind aktuell leider noch weit davon entfernt, dass eine Rumän*IN sieht, welch tolle Hunde direkt vor der Haustüre unterwegs sind, da es dort noch nicht in den Köpfen angekommen ist, dass es Tiere nur bei Züchtern, sondern auch in Heimen gibt. Zudem würde ich mir wünschen, dass wir Ausläufe bauen, wo sich die Hunde aus den Tierheimen auch mal austoben können, so dass sie nicht 24/7 auf sechs Quadratmeter verbringen müssen. Mein größter Wunsch ist es, dass auch ein Hund in einem rumänischen Tierheim Lebensqualität haben kann."


Vielen Dank liebe Anna, für dieses super interessante Gespräch und deinen unermüdlichen Einsatz für die rumänischen Straßenhunde!


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