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fem-Frage: Ist Verhütung wirklich Frauensache?

Pille, Spirale, Ring, Hormonstäbchen, Diaphragma, Dreimonatsspritze, Vaginalzäpfchen, Verhütungspflaster. Für alle Menschen, die Schwanger werden können, gibt es zahlreiche Verhütungsmethoden und gefühlt ist es immer unsere Aufgabe, für ausreichend Schutz zu sorgen. Für den Mann bleibt nur das Kondom, denn obwohl bereits an zahlreichen alternativen Männerverhütungsmethoden geforscht wurde, hat es doch keine in die Liga der perfekten Kondom-Alternativen geschafft. Fun-Fact: Weil sie zu viele Nebenwirkungen haben.... 🤦Verhütung ist überspitzt ausgedrückt Frauensache. Immer noch. Dabei ist es anstrengend, kostet viel Geld und ist zudem – vor allem bei hormonellen Methoden – mit körperlichen und gesundheitlichen Folgen verbunden #nebenwirkungenpille. Genau deshalb haben Jana Pfenning und Rita Maglio die Petition "Better Birth Control" (@betterbirthcontrol) gestartet.

Die Pille auf rosa Hintergrund
Für viele immer noch die Verhütungsmethode Nr. 1: Die Pille // Photo: Canva

Verhütung schützt nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien, Herpes, Pilzerkrankungen und Feigwarzen. Aber auch vor Tripper, Syphilis und dem HI-Virus. Männer* haben heutzutage neben Kondomen keine massentaugliche Option zu verhüten. Auch deshalb liegt die Verantwortung häufig alleine bei den Frauen* – vor allem, wenn es um Empfängnisverhütung geht.


Die Pille ist immer noch das meistgenutzte Verhütungsmittel: 47 Prozent der erwachsenen, sexuell aktiven Frauen und Männer nutzen sie zur Verhütung. Doch die Pillennutzung ist rückläufig. Immer mehr Frauen haben bedenken aufgrund möglicher Nebenwirkungen.


Verhütung: Wo bleibt die Aufklärung?


Die Aufklärung über verschiedene Verhütungsmöglichkeiten muss verbessert werden. Über mögliche Nebenwirkungen wird aktuell nur unzureichend informiert. Außerdem muss die Verantwortung von Männern endlich mehr berücksichtigt werden. Denn neben dem Schutz vor Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten, ist Verhütung immer noch ein wichtiger Kostenpunkt. Verhütung kostet viel Geld. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nur bis zum 21. Lebensjahr. Danach tragen Frauen die Kosten alleine. Auch in vielen Beziehungen ist die gerechte Kostenaufteilung leider noch ein Tabuthema. Dabei geht es beide Partner*INNEN an.



Petition für eine gerechtere Form von Verhütung: Better Birth Control


Mit der Petition "Better Birth Control" wollen die beiden GründerINNEN Jana Pfenning und Rita Maglio auf das Problem mit der Verhütung aufmerksam machen. "Wir sind überzeugt davon, dass jeder Mensch über den eigenen Körper, die Sexualität und die einhergehende Verhütung bestimmen soll. Es soll möglich sein, Sexualität ohne Angst vor ungewollten Schwangerschaften auszuleben."


Das fordert "Better Birth Control":


  1. Gleichberechtigt verhüten! Männer haben heutzutage neben dem Kondom keine massentaugliche Option zu verhüten.

  2. Den Markt erweitern! Verhütungsgel, Hormonspritze, Samenleiterventil... an männlicher Verhütung wurde viel geforscht, dennoch hat es bisher kein Produkt auf den breiten Markt geschafft

  3. Bessere Aufklärung!

  4. Forschung fördern! Verhütungsmittel haben sich seit 1960 kaum verbessert.

  5. Systemwandel! Ein großer Teil der Männer hat Interesse daran, sich an der Verhütung zu beteiligen und selbst Verhütung anzuwenden. Dennoch gibt es Stigmata gegenüber männlichen Verhütungsmethoden. Wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Umdenken.

  6. 100 % Kostenübernahme Es besteht dringender Nachholbedarf an Aufklärung über verschiedene Verhütungsmöglichkeiten sowie deren mögliche Nebenwirkungen.


Du willst auch, dass sich in puncto Verhütung endlich etwas verändert?


Dann schau auf der Website: www.betterbirthcontrol.org vorbei oder klick dich auf den Insta-Account @betterbirthcontrol. Dort findest du alle Infos zur Petition und gleichzeitig auch alle namhaften Unterstützer*INNEN wie z.B. Katarina Barley (Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments), Sebastian Hotz (El Hotzo) oder Ricarda Lang (stellvertretende Bundesvorsitzende und Frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)


*Nicht alle Menschen, die schwanger werden können, sind Frauen. Nicht alle Menschen, die Spermien produzieren, sind Männer.

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