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femininINNEN-Buch-Tipps für den Sommer 2021

Welche Bücher nehmen wir mit in den Urlaub, an den See oder lesen sie bei uns zu Hause auf dem Balkon? Das möchten wir dir mit unserer Sommer-Lese-Liste verraten. Hier kommen unsere sechs Buch-Tipps zum Träumen, Lachen und Lernen.


Etwas Altes, etwas Neues – alles absolut lesenswert. Unsere Buch-Tipps // Foto: PR/Collage: femininINNEN


Buch-Tipp 1 von Stephanie:

Franziska Jebens: "Suche Platz auf Wolke Sieben"


Foto: Ullstein Verlag

Im Sommer braucht es Leichtigkeit. Und genau die bekommst du in der süßen Story von Franziska Jebsen.


Die Story: Marlene verliert alles. Erst den Freund, dann ihr Haus und obendrein noch ihren Job. Seitdem hat sie aus einer Idee, die aus Verzweiflung und einer Menge Cocktails geboren wurde, ein eigenes Unternehmen gemacht: Die Online-Dating-Agentur Wolke Sieben, für deren Kunden sie auch als GhostwriterIN schreibt und ihnen so dabei hilft, den/die perfekten Partner:INNEN zu finden. Sie selbst will sich ganz sicher nie wieder verlieben. Lieber spielt sie für andere den Amor. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihr: Der berühmte Sänger Basket, sein rüpelhafter Manager Bruno und ein Spontantrip nach Sardinien bringen Marlenes geordnetes Leben ganz schön durcheinander. Bald merkt sie, dass sie die Liebe nicht so einfach aus ihrem Herzen räumen kann, und vielleicht landet sie dieses Mal ja sogar selbst auf Wolke Sieben.


Das Buch liest sich so weg, wie die meisten Wolken eben sind – locker und flockig.


Franzsika Jebens: "Suche Platz auf Wolke Sieben" Ullstein, 10,99 Euro

Buch-Tipp 2 von Stephanie:

Meike Werkmeister: "Der Wind singt unser Lied"


Foto: Goldmann Verlag

Auch das dritte Buch von Meike Werkmeister entführt uns an die Nordsee, diesmal ins wunderschöne St. Peter Ording. Es geht um Selbstfindung, ums Erwachsenwerden, Familienzusammenhalt und Meer-Gefühl vom Feinsten.


Die Story: Die Weltenbummlerin Toni ist überall und nirgends zu Hause – bis ein Anruf ihres Vaters sie zurück an die Nordsee führt. St. Peter-Ording mit seinen hübschen Reetdachhäusern und dem kilometerlangen Sandstrand ist für viele das Paradies auf Erden. Doch Toni hat sich hier, wo der Wind das ganze Jahr um die Häuser pfeift, nie richtig wohlgefühlt. Auch jetzt macht ihre alte Heimat es ihr nicht leicht. Ihre Eltern werden immer schrulliger, und alles erinnert sie an ihre erste große Liebe. Während sie auf dem Ferienhof der Familie aushilft, begreift Toni, dass sie das Leben anpacken muss, um ihm eine neue Richtung zu geben. Und dabei ist sie nicht allein.


Meike Werkmeister: "Der Wind singt unser Lied", Goldmann, 11,00 Euro

Buch-Tipp 3 von Pia:

Margarete Stokowski: "Untenrum frei"


Foto: Rohwolt Verlag

Nicht neu, aber ein absolutes Must-read ist das Buch von Margarete Stokowski.


Wie wird eine Frau zu einer FeministIN? Brauchen wir überhaupt noch Feminismus? Und was heißt es, sexuell selbstbestimmt zu sein?


Diese Fragen beantwortet Margarete Stokowski in ihrem ersten Buch so anschaulich, dass man nach der Lektüre nicht nicht FeministIN sein kann. In sieben Essays schreibt sie über Rollenbilder, Schamgefühl, weibliche Attraktivität und ihre ganz persönlichen Entwicklung zur Selbstermächtigung.

Sie spricht über Dinge, über die eigentlich nicht gesprochen wird, weil sie peinlich sind, wie Masturbation und sexuelle Freiheit. Gleichzeitig prangert sie zentrale Machtfragen an, die in unserer Gesellschaft so manifestiert sind, dass der bloße Gedanke an eine Diskussion darüber bereits anstrengend ist.

Stokowski zeigt ihren ganz individuellen Weg auf – mit Geschichten, die jede von uns kennt und mit denen wir uns identifizieren können. Ihre Biographie und Erfahrungen verknüpft sie mit schlagfertigen Argumenten, gesellschaftlichen Diskursen und zugespitztem Humor. So zeigt sie auf charmante Art und Weise die Widersprüchlichkeiten und Paradoxien des 21. Jahrhunderts auf.


Eine klare Empfehlung für Menschen, die einen Einstieg in das Thema Feminismus suchen, aber auch für alle, die sich schon lange damit beschäftigen und einen neuen Blick auf alte Sichtweisen suchen.


Margarete Stokowski: "Untenrum frei", Rowohlt, 12,00 Euro

Buch-Tipp 4 von Pia:

Julia Quinn: "Bridgerton-Der Duke & Ich"


Foto: Harper Collins

Ich weiß nicht, ob es euch auch so ging, aber nachdem die Serie Bridgerton auf Netflix erschienen ist, habe ich sie verschlungen. Zweimal. Direkt hintereinander. Die Inspiration dazu lieferte Julia Quinn mit ihrem Roman. "Bridgerton – Der Duke & Ich" ist eine Geschichte zum Träumen und Verlieben. Wunderbar romantisch und kitschig.


Die Story: Die Handlung spielt im Jahr 1813, zur Londoner Ballsaison. Im Mittelpunkt steht Daphne Bridgerton, eine junge Frau im heiratsfähigen Alter, die von ihrer Mutter dazu gedrängt wird, endlich einen Ehemann zu finden. Im völligen Kontrast zu der unschuldigen und unerfahrenen Daphne steht Simon Basset, der Duke of Hastings, der sich vehement gegen die Ehe und andere gesellschaftlichen Zwänge stellt. Doch wie sagt man so schön… Gegensätze ziehen sich an. Und so verbünden sich Daphne und Simon und schließen einen Pakt, von dem beide profitieren. Doch wie so oft läuft auch hier nicht alles nach Plan und schon bald wandelt sich das neutrale Nebeneinander in ein romantisches und prickelndes Spiel. Kommentiert wird die Beziehung zwischen Daphne und Simon von dem anonymen Gesellschafts-Journal Lady Whistledown, das über die Dramen und Ereignisse der Londoner Elite berichtet.


Bridgerton ist eine Mischung aus Jane Austen und Gossip Girl, mit viel Stoff zum Dahinschmelzen und Sich-in-eine-andere-Zeit-Wünschen. Julia Quinn verleiht der altmodischen Sprache des 19. Jahrhunderts Leichtigkeit und Humor und regt zum Weiterlesen an. Das Buch ist eine klare Empfehlung für alle Schnulzen-Liebhaber:INNEN.


Julia Quinn: "Bridgerton- Der Duke & Ich, Harper Collins, 10,00 Euro

Buch-Tipp 5 von Katja:

Jehuda Bacon & Manfred Lütz: "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden."


Foto: Pinguin Verlag

Jehuda Bacon ist ein in Israel lebender Künstler und Auschwitz-Überlebender. Seine Zeichnungen, die er noch als Jugendlicher kurz nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz anfertigte, sowie seine Zeugenaussagen wurden in Prozessen gegen NS-Verbrecher als Beweismittel verwendet.


Das Buch „Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden“ ist ein Gespräch zwischen ihm und Manfred Lütz, einem Psychiater und Theologen. Er beschreibt seinen Weg mit einer derart lebensbejahenden Art und Weise, die sehr viel Mut macht. Auch wenn seine Geschichte von so viel Leid geprägt wurde, hat er nie seine positive Einstellung verloren, daher ist er für mich ein absolutes Vorbild. Vor allem in der heutigen Zeit zeigt es, wie dankbar wir sein können, dass wir hier in Deutschland schon so lange in Frieden leben können.


Jehuda Bacon & Manfred Lütz: "Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden", Pinguin, 10,00 Euro

Buch-Tipp 6 von Stephanie:

Katja Berlin und Anika Decker: "Nachrichten von Männern"


Foto: Ullstein Verlag

Männer kommunizieren anders. Besonders schriftlich. Das fiel auch den beiden AutorINNEN Katja Berlin und Anika Decker auf, nachdem sie ihre und die Postfächer ihrer FreundINNEN durchforstet haben. Herausgekommen sind dabei verschiedene Kommunikatoren, die so lustige Namen haben wie "Der Zombie", "Der Fopper", "Der Chatsetter" oder "Der Meister-Manipulator" und "Die Herrklärung" und nach ganz bestimmten Mustern vorgehen.


Herausgekommen ist ein Sammelsirium an lustigen Männer-Nachrichten-Typen zum Einfach-so-Weglesen. Wir versprechen dir: An manchen Stellen wirst du sehr laut lachen, an anderen in dich hineingrinsen und selbst kurz deine WhatsApp-, Tinder- oder E-Mail-Verläufe checken, um eine finale Diagnose zu stellen.



Katja Berlin & Anika Decker: "Nachrichten von Männern", Ullstein, 15,00 Euro


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